Es ist
wie im "richtigen Leben": Da wo Straßen sind, da sind auch
Baustellen!
So ist es auch hier. Der "erste Spatenstich" hat vor kurzem
stattgefunden und irgendwann
wird diese Seite
vielleicht auch mal fertig. (Bis auf das eine oder andere
Schlagloch ...)!
Es wird jedenfalls ständig aktualisiert und es
lohnt sich, immer
mal wieder vorbeizuschauen ...
... denn anders als im "richtigen Leben" gibt
es hier keine UMLEITUNG höchstens einmal einen LINK!
Über Anregungen und
schlimmstenfalls auch über
Reklamationen und Berichtigungen
freut sich der
Autor.
Heinrich Klein,
Geschäftsführer der Brauerei Rixen, schrieb
1980 im Heimatbrief 101: "
Im
Jahre 1837 wurde die Dampfbier
brauerei
am Kirchplatz (später „Haus
Alt-Rixen“) von Wilhelm Wirichs gegründet, wobei die
Landwirtschaft aufrechterhalten blieb, eine Bäckerei und eine
Gastwirtschaft mitbetrieben wurden, so wie es damals oft üblich
war. Ein Jahr darauf zog ein Sohn des Hauses nach Krefeld und
gründete dort am Königshof ebenfalls eine Brauerei, die auch
heute noch besteht. Im Jahre 1870 wurde an der Hochstraße 21, wo
sich schon seit 1856 eine Gastwirtschaft befand, die "Bayerische
Bierbrauerei Wirichs" gegründet. An dem Platz, wo 1837 die
Brauerei Rixen gegründet wurde, wurde bis vor dem Ersten Weltkrieg
das obergärige Bier, was seinerzeit noch Lagerbier hieß,
gebraut. Als Folge des Ersten Weltkrieges konnten sich nur noch zwei
Brauereien in St.Tonis halten, und zwar die Brauerei Rixen und die
Brauerei Gebrüder Ortmanns. Beide Familien verständigten sich
auf eine Zusammenlegung der Betriebe zu der Brauerei an der damaligen
Schelthofer Straße, jetzt Brauereistraße; und die alten
Brauereigebäude am Kirchplatz / Antoniusstraße dienten nur
noch als Lagerräume. Im
Zuge der Ortskernsanierung hat
der Rat der Stadt Tönisvorst, einem Vorschlag folgend, nach
Abbruch
der alten Brauereibauten und Neugestaltung des dort entstandenen Hofes,
den Beschluss gefasst, diesem Hof die Bezeichnung "ALTER BRAUHOF" zu
geben. Um nach außen hin zu dokumentieren, dass hier einmal der
Stammsitz der Brauerei gewesen ist, hat die Brauerei Rixen aus Anlass
der Namensgebung "Alter Brauhof" im Zuge der 600-Jahr-Feier des
Ortsteils St.Tönis 1980 eine Gedenktafel anbringen lassen (siehe
Foto).
wo?
|
zwischen
Antoniusstraße, Marktstraße und Alter Markt; erreichbar
durch Rixen-Poort, Marktstall-Poort oder Kamps-Mimm-Poort
|
wann?
|
ca.
1979/80
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 100, Walter Schöler / Nr. 101, Heinrich Klein
|

Im Juni 1979 wurden Anlieger eines Teils der Ringstraße mit einem
Schreiben der Stadt Tönisvorst.informiert, dass
"durch Beschluss des Hauptausschusses der
Stadt Tönisvorst vom 16.11.1978 das bisherige Teilstück der
Ringstraße zwischen Schulstraße und Friedensstraße in
"Alter Graben" umbenannt" worden sei. Der Verlauf der
historischen Ringstraße war geändert worden, damit die
parallel verlaufende Hochstraße Fußgängerzone werden
konnte. Weiteres ist bei der
Ringstraße beschrieben.
wo?
|
zwischen der
Ringstraße (ab Kreuzung Friedensstraße) und der
Schulstraße (ist ein
Teilstück der historischen Ringstraße)
|
wann?
|
1978
|
| Länge: |
487 m *1 |
Quellen:
|
Schreiben
des Stadtdirektors (im Auftrag: Ordnungsamt) vom 18.6.1979
|
Ziemlich
mitten im Ort liegt ein Platz,
dessen Name sich
über die Jahrzehnte ebenso oft änderte (siehe unten) wie sein
Gesicht. Eines ist er aber schon lange nicht mehr: ein Marktplatz, denn
das bunte Treiben der Händler findet am Rathausplatz statt. In
früheren Jahren bauten die Kirmesleute auf dem Marktplatz ihre
Karussells und Buden auf. Noch nicht so lange her ist es, dass hier ein
großflächiger Parkplatz nicht eben schön, so doch
nützlich war. 1994 erfuhr der Platz schließlich die letzte
große Veränderung. Parken können hier seitdem nur noch
vergleichsweise wenige Autos. Der gesamte Platz wurde mit roten
Pflastersteinen bedeckt und schon bald hatte er auf diese Weise wieder -
wenn auch nicht amtlich - einen neuen Namen
weg: "Roter Platz".
Eine Eigenheit, die für einen Platz eigentlich unüblich ist,
sollte noch erwähnt werden. Der dreieckige Platz trägt nicht
an allen seinen drei Seiten den Namen "Alter Markt"; die Häuser an
der nördlichen Seite gehören vielmehr noch zur
Kaiserstraße.
wo?
|
im Mittelpunkt
des Ortes, vom Kirchplatz, von der Marktstraße, von der
Kaiserstraße und vom Alten Brauhof erreichbar
|
wann?
|
erste
bekannte Erwähnung (Ortsplan von 1827): "Markt", später
"Großer Markt", "Marktplatz", unterbrochen 1939-1945 "Platz der
SA",
ab 1970
"Alter Markt"
|
Länge:
|
106 m *1
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 96, Otto Merkelbach / Nr. 149 "Ansichtssache",
Werner Lessenich / Ortsplan von 1827 / diverse Adressbücher |
Durch die Zusammenlegung von
St.Tönis mit
Vorst im Rahmen
der Kommunalen Neugliederung ergaben sich im neu gebildeten
Tönisvorst doppelte Straßennamen.
Im Interesse eindeutiger Adressen wurden deshalb sowohl in
Vorst als auch - wie hier - in St.Tönis Straßen umbenannt.
wo?
|
heutige Viersener
Straße |
wann?
|
bis
1970
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 68/69, Walter Schöler
|
"Die
Stadt Tönisvorst verleiht Herrn Anton Beusch in Würdigung
seiner mehr als 25jährigen Tätigkeit für die
Heimatgemeinde als Mitglied des Rates, als Fraktionsvorsitzender und
als langjähriger stellvertretender Bürgermeister von
St.Tönis die Ehrenbezeichnung "Stadtältester" und
überreicht ihm den Ehrenring der Stadt. - Tönisvorst, am 10.
September 1980, dem 600. Jahrestag der erstmaligen Erwähnung von
St.Tönis". Dies ist der Text der Urkunde, die Anton
Beusch in einer feierlichen
Ratssitzung aus den Händen des damaligen Bürgermeisters
Richard Beckers erhielt.
1994 wurde dem verdienstvollen
Kommunalpolitiker mit der Widmung des Straßennamens eine weitere
Ehrung zuteil.
Anton Beusch (* 1909, + 1982) gehörte von 1948 bis 1969 dem Rat
der Gemeinde St.Tönis und danach bis 1975 dem Rat der Stadt
Tönisvorst an. Von 1952 bis 1964 war er stellvertretender
Bürgermeister und von 1952 bis 1969
war wer Fraktionsvorsitzender der SPD in St.Tönis.
wo?
|
von der Gelderner
Straße U-förmig abgehend
und wieder einmündend |
wann?
|
1994
|
Länge:
|
234 m *1
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 101, Hans Hochbruck / Westdeutsche Zeitung vom 25.4.1994 / Rheinische Post vom
21.5.1994
|
Seit
der Geburtsstunde von St.Tönis im Jahre 1380 ist der Name des
Hl. Antonius
("der
Große" oder "der Einsiedler") mit dem des Ortes
unauslöschlich verbunden, sogar im späteren "Tönisvorst"
ist er verewigt. Schließlich ist er ja auch der Ortspatron von
St.Tönis. Eine Straße ("dat Ströttche" wie man sie im
Volksmund nannte) wurde erstaunlicherweise erst 1902 nach ihm benannt.
Die Maximinenstraße wurde umgetauft. Der Hl. Maximin, dessen
Bezug zu St.Tönis uns im Großen und Ganzen heute verborgen
bleibt, musste verzichten. Zum Trost wurde ihm viele Jahre später
die Abzweigung zum Seulenhof (gegenüber der Abzweigung zum
Brauereihof) als
Maximinen-Gasse
gewidmet.
Markante Blickpunkte in der Antoniusstraße sind die
Antoniusstatue, die 1980 an der Ecke zur Hochstraße errichtet
wurde und am Ende als krönender Abschluß seit 1966 der
Torbogen mit dem Antoniter-T. Beides geht auf Initiativen des
Heimatbundes zurück. Mitten in der Straße lädt das vom
Heimatbund geführte "Heimathaus Antonius" im Haus Nr. 6 zum Besuch
ein.
Das nebenstehende Foto zeigt alle drei markanten Punkte.
wo?
|
von der
Hochstraße zum Kirchplatz; Fußgängerzonen-Bereich
|
wann?
|
1902
- vorher hieß die Straße Maximinenstraße
|
Länge:
|
87 m *1
|
Quellen:
|
Heimatbrief Nr. 40, Dr. Rotthoff
/ Nr.103, Otto
Merkelbach
|

Ihren Namen wird die Bahnstraße - zuerst allerdings
Bahnhofstraße - naheliegenderweise bekommen haben, als die
"Crefeld - Kreis - Kempener - Industrie - Eisenbahn - Gesellschaft"
einen Bahnhof an der Strecke Süchteln-Vorst-Sankt
Tönis-Crefeld-Hüls errichtete. Einweihung war am 1. November
1870.
Die Straße selbst ist aber mit Sicherheit älter. In seinem
Artikel "Erinnerungen an alte St.Töniser Häuser" in der
"Niederrh.Heimat" erklärt Josef Ramisch, dass über die
Bahnstraße, Wilhelmplatz und Mühlenstraße früher
der Weg nach Krefeld ging. Theo Mülders schilderte die
Athmosphäre der Straße im Heimatbrief vom September 1957
einmal auf eine ganz andere, nämlich akustische Art, wobei wir so
ganz am Rande erfahren - oder daran erinnert werden - dass hier
früher der Weg zur Kirmes (Wilhelmplatz) war, der Martinszug und
die Fronleichnamsprozession hier vorbei zogen und dass die Post, eine
Metzgerei, Handwebereien
und andere Handwerksbetriebe hier beheimatet waren:
"Hätte es doch
früher schon ein Tonband
gegeben, welche Sinfonie der Geräusche und Töne
hättte es auf der Bahnstraße
einer Nachwelt festhalten, bzw. aus früheren Tagen uns Heutigen
überliefern können.
Die kreischenden Orgeln der Schiffschaukeln und Karussells, der
Singsong der
"Mordgeschichtensänger" und das Quietschen der Schreiblasen
vom Luftballonverkäufer,
das Holpern der Postkärrchen und das Gequietsche der
Schweine, denen der Schlachter
zuleibe rückte. Das einförmige "Schipp-scSchopp" der
alten Webstühle und
als neue Terz die Jazz-Rhythmen von dem im Hause „Zur Linde“
stationierten Fernsehempfängers,
die Kinderlieder auf der "Play" und das Hämmern und Klopfen
der beiden
Schreiner hüben und drüben. Dazwischen wäre noch die
"Klemp" des "Schluffs"
zu hören und das Fauchen der altehrwürdigen Lokomotiven, dem
als Unterton das Rangieren
der Güterwagen sich zugesellte. (...) es würde die
schneidige Marschmusik der Schützenkapellen
nicht fehlen und die alten, sinnvollen Martinsweisen, und das
Raketengezisch und
die Donnerschläge des Feuerwerks würden das Bild der
Töne und Geräusche runden.
Die Signale und Hupen des motorisierten Verkehrs liefern die
Dissonanzen in diesem
Konzert, und des Kreischen der Bremsen mischte sich mit dem
Gebimmel der neuerlich
einbiegenden Straßenbahn. Aus den Gärten käme
abends noch das Gezirp der einzelnen
Vögel und von der Prozession der letzten Jahre das Schreiten der
Beter, die Hymnen
der Kirchensänger. Manches scheint noch nicht genannt, - der Klang
der alten,
guten Mundart der anwohnenden Weberfamilien und über allem
das Rauschen der Blätter
der alten Linde, die am Eingang der Bahnstraße die Wache
hält, seit vielen, vielen
Jahrzehnten."
wo?
|
Von der Willicher
Straße bis zum Wilhelmplatz
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
"Drei Mühlen", gegründet 1932 |
wann?
|
von
ca. 1870 (erste Eisenbahnverbindung mit Bahnhof in St.Tönis) bis
1900: "Bahnhofstraße", ab ca. 1910: "Bahnstraße"
|
| Länge:
|
125 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 16, Theo Mülders / Nr. 52, Fedor Eberlein / Nr. 157 (Ansichtssache)
W.Lessenich / Niederrh. Heimat 5.1.1929, Jos. Ramisch
|

Anlässlich
eines Firmenjubiläums wurde 1962 das erste
Stück der Schelthofer Straße (von der Vorster Straße
bis zur Friedhofstraße - heute Westring) in Brauereistraße
umbenannt. Seit 1878 war hier das Betriebsgelände der Brauerei
"Gebrüder Ortmanns" (siehe Abbildung). 1920, nach der Fusion mit
der 1837 am Kirchplatz gegründeten Rixen-Brauerei, braute man hier
gemeinsam unter dem Firmennamen Ortmanns & Rixen bzw. kurz
"Ort-Rix" das St.Töniser Heimatbier. Ab 1958 nannte sich die Firma
"Brauerei Rixen".
Hier der Wortlaut der Widmungsurkunde: Aus Anlass des 125jährigen
Bestehens der Brauerei Rixen in St.Tönis hat die
Gemeindevertretung in der gestrigen Sitzung beschlossen, dem
Straßenzug zwischen Vorster Straße und
Friedhofstraße, entlang der Brauerei Rixen, die Bezeichnung
BRAUEREISTRASSE zu geben. Die Gemeinde will damit die enge
Verbundenheit der Brauerei mit der Gemeinde St.Tönis in
Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. St.Tönis, den 20. Oktober 1962 -
Im Auftrag des Rates der Gemeinde: Stellv. Bürgermeister Anton
Beusch - Gemeindedirektor Martin Reuters.
wo?
|
Verbindung zwischen
Vorster Straße und Westring
|
wann?
|
1962
- vorher: zur Schelthofer Straße gehörend
|
Länge:
|
161 m *1
|
Quellen:
|
Widmungsurkunde
|
In einem Artikel über das Schicksal der Vertriebenen schildert
Hans Riechers, wie mit vereinten Kräften und mit Hilfe der
Gemeinde alles unternommen wurde, damit die Betroffenen bei uns die
Grundlagen für eine neue Heimat finden konnten. Das Schlagwort der
Zeit war "Nebenerwerbssiedlung" und eine dieser Siedlungen in
St.Tönis lag am Bremmental. Die Idee war, dass die Menschen neben
ihrer eigentlichen Erwerbstätigkeit auf ihren etwa ein Morgen
großen Grundstücken durch Freizeitarbeit zum Unterhalt der
Familie beitragen konnten. Die Grundstücke wurden deshalb zum
größten Teil als Nutzgarten für Kartoffel-,
Gemüse- und Obstanbau genutzt. Kleintierzucht vom Huhn bis zum
Schwein war üblich. Die Häuser wurden zum größten
Teil in Eigenleistung errichtet.
Der Name stammt von dem heute wohl nicht mehr gebräuchlichen
plattdeutschen Ausdruck "Bremm" bzw. "Bremme" für Ginster, meint
also "Ginstertal".
wo?
|
Im Siedlungsgebiet
zwischen Nüss Drenk und Benrader Straße, parallel zur
Nüss Drenk
|
Str.Gem.:
|
Siedlergemeinschaft
"Bremmental", gegründet 1961
|
wann?
|
1959
|
| Länge:
|
478 m *1
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 39, Otto Merkelbach / Nr. 91, Hans Riechers / Westdeutsche Zeitung
vom 23.07.2001
|

Der Corneliusplatz ist einer von drei dem Pfarrpatron St.Cornelius
gewidmeten Straßen. Näheres dazu siehe unter
Corneliusstraße.
Einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Entstehen des
Corneliusplatzes
hatte die "Allgemeine Wohnungsgenossenschaft St.Tönis" (AWG). In
den 1960er Jahren "
wurde die
Nachfrage nach größeren Wohnflächen und mehr
Wohnkomfort
deutlich spürbar" - lesen wir in der Festschrift der AWG
zum 100-jährigen Bestehen 2008 und -
"Diesem Bedürfnis entsprechend
begann die AWG im Jahr 1969 mit dem Bau einer siebengeschossigen
Wohnanlage mit 56 WE im neuen Baugebiet am Corneliusplatz. ... Weitere
Mietwohnungensbauten im Hochgeschossbau am Corneliusplatz folgten bis
1975. Insgesamt wurden hier
167 Miet- und Eigentumswohnungen errichtet.
wo?
|
Verbindung zwischen
Corneliusstraße und Viersener Straße
|
wann?
|
ca.
1968/69
|
| Länge:
|
720 m *1
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 59, Walter Schöler / Festschrift
der AWG zum 100-jährigen Bestehen (2008)
|
Der
Hl.
Cornelius ist der Pfarrpatron der Kath. Pfarrgemeinde in
St.Tönis. Ihm sind gleich drei Straßen
in unserem Stadtteil gewidmet: Corneliusplatz, -weg und -straße.
Letztere ist die älteste in diesem Trio. Schon im Adressbuch des
Jahres 1898 - dem ältesten uns bekannten - taucht diese
Straße auf, wenn auch damals noch als Corneliusweg, den man aber
nicht verwechseln darf mit dem heutigen
Corneliusweg.
Ab 1912
heißt sie dann in allen folgenden Adressbüchern so, wie wir
sie heute kennen. Die Straße ist aber sicher wesentlich
älter. Wann sie offiziell ihren Namen erhielt ist nicht bekannt.
Besondere Kennzeichen dieser West-Süd-Verbindung: der
Straßenverlauf kennt so gut wie keine Kurven und ... eigentlich
müsste die Straße aus heutiger Sicht "Schulstraße"
heissen, denn zu ihren Anliegern gehören vier der sechs
St.Töniser Schulen: das Michael-Ende-Gymnasium, die Realschule,
die Gemeinschafts-Hauptschule Kirchenfeld und die
Gemeinschafts-Grundschule kurz vor dem Ortsausgang am
Südring.
wo?
|
Verbindung zwischen
Westring und Südring
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
"Viersener-/Corneliusstraße", gegründet 1950 als
"Anrather-/Corneliusstraße"
|
wann?
|
genaues
Datum unbekannt; erste uns zur Zeit bekannte Erwähnung im
Adressbuch von 1898
|
| Länge:
|
1.356 m *1
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 149, Heinz Meier / Adressbücher 1898, 1900, 1912
|
Der Corneliusweg ist einer von drei dem Pfarrpatron St.Cornelius
gewidmeten Straßen. Näheres dazu siehe unter
Corneliusstraße.
Im Tönisvorster Amtsblatt Nr. 23 vom Dezember 2002 ist die Widmung
einer
Anliegerstraße in der
Gemarkung St.Tönis, Flur 22, Parz. 201, 202, 158, 159,
130 auf den Namen
"Corneliusweg"
gemäß
§ 6 des Straßen- und Wegegesetzes des Landes
Nordrhein-Westfalen amtlich notiert. In den Monaten zuvor war
hier im Gebiet zwischen Willicher Straße, Südring und
Corneliusstraße ein Baugebiet mit rund 60 Wohnhäusern
entstanden.
Der parallel dazu verlaufende Fußweg wurde schon vor unbestimmter
Zeit "Corneliusweg" genannt, z.B. auf einem Ortsplan aus dem Jahre
1963. Er ist unbebaut und im Verlaufe des Weges findet der
Spaziergänger drei der "Sieben Fußfälle", nämlich
die Stationen zwei, drei und vier.
wo?
|
Zwischen
Willicher Straße und Corneliusstraße; mit dem Auto nur von
der Corneliusstraße erreichbar
|
wann?
|
offiziell
2002 als Anliegerstraße im Neubaugebiet; allerdings wurde ein
parallel verlaufender Fußweg schon lange vorher so bezeichnet
|
| Länge:
|
1.258 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 147, Werner Lessenich / Amtsblatt 23/2002, Stadt
Tönisvorst / Ortsplan von 1963
|

Dechant Wilhelm Giesenfeld hat die schwere Zeit des Krieges und dessen
Nachwirkungen in St. Tönis erlebt. Die Pfarrkirche war durch eine
Luftmine im Juni 1942 stark beschädigt worden. Bei einem
Brandbombenangriff erlitt er im provisorischen Pfarrhaus (eine der
alten Kaplaneien in der Kirchstraße) schwere
Phosphorverbrennungen. Bald wurde auch das Marienheim mit der Notkirche
durch einen Volltreffer zerstört. Als Pfarrer musste er immer neue
Wege suchen zur
Erfüllung seiner seelsorglichen Aufgabe. Trotz der wachsenden
Armut brachte er es fertig, daß bereits am 16. November 1947 die
Pfarrkirche vom Aachener Bischof Johannes Josef erneut geweiht werden
konnte. Er sorgte für neue Glocken, neue Orgel, neue Chorfenster.
Dechant Giesenfeld blieb nicht im kirchlichen Raum stehen. Ohne
seine tätige Mitarbeit im Wohnungsbau, vor allem durch die
Bereitstellung von Kirchenland - wo dies nur immer möglich war -
wäre die Neubautätigkeit in St.Tönis nicht weiter
gekommen. Am 31. Januar 1967 verstarb der am 23.09.1904 in Krefeld
geborene Wilhelm Giesenfeld, dem wir als St.Töniser Pfarrer so
viel zu verdanken haben. Der Heimatbund St. Tönis denkt in
Dankbarkeit an sein früheres Vorstandsmitglied zurück.
wo?
|
Gasse von der
Pfarrkirche St.Cornelius zum Kirchenfeld - das Teilstück vom
Kirchplatz zum Pastorswall |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von der Kath.
Pfarrgemeinde St.Cornelius |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 136, Rolf Schumacher |
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Straßen den Namen von
Nachbarorten führen. Zumal dann, wenn sie die direkte Verbindung
dorthin darstellen. Bei der Gelderner Straße ist das etwas
anderes, denn sie
führt schnurstracks nach Kempen. Kein Wunder also, wenn sie bis in
die jüngere Vergangenheit hinein den Namen "Kempener Straße"
trug. Auf die gleiche Idee waren aber seinerzeit

unsere Freunde in
Vorst gekommen, sodass es 1970 nach der Zusammenlegung von
St.Tönis mit Vorst im Rahmen der kommunalen Neuordnung zwei
Straßen gleichen Namens in der neuen Großgemeinde
Tönisvorst gab. In diesem Fall gab St.Tönis nach und man
wählte die nur mittelbare Nachbarstadt Geldern als Namensgeber.
Unter welchem Namen und mit welchem genauen Verlauf auch immer - die
Straße
nach Kempen gehört wohl zu den ältesten Straßen von
St.Tönis. Auf alten
Karten, z.B. auf der rechts abgebildeten Karte des kurfürstlichen
Amtes Kempen aus dem Jahre 1686, sieht man eine Wegverbindung vom
Ortsausgang an bis nach Kempen. Eine Bebauung, wie wir sie uns heute
vorstellen, war
freilich nicht annähernd vorhanden. (Bitte beachten: die Karte ist
nicht
genordet!).
wo?
|
Verlängerung der
Hochstraße ab Kreuzung Schul-/Niedertorstraße
ortsauswärts in Richtung
Kempen
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
Gelderner Straße, gegründet 1926 unter dem Namen "Str.Gem.
Nordbezirk", später "Str.Gem. Kempener Straße")
|
wann?
|
ab
1970, vorher Kempener Straße
|
| Länge: |
1.108 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 12, Hermann Schönen / Heimatbrief
Nr. 155, Ansichtssache, Werner
Lessenich |
Als St.Tönis
noch von Wall und Graben umgeben war (1607 bis ca.
1830) waren Anfang und Ende der Hochstraße von zwei Toren
begrenzt. Das nördliche stand ungefähr dort, wo heute die
Hochstraße in die Kreuzung
Schulstraße / Niedertorstraße
mündet und wurde
Niedertor
genannt. Das südliche Tor nannte man das

Obertor. Es befand
sich
dort, wo die Hochstraße in die Willicher Straße
übergeht. Nach dem ersten Grundbuch von St.Tönis aus dem
Jahre 1660 zu urteilen, hatte die Hochstraße damals noch keinen
eigenen Namen. Ihr Verlauf wird vielmehr umschrieben mit
"von der Niederpforten bis an die
Oberpforten". Knapp 50 Jahre später wird dieser
Straßenzug im Katalog der Einwohner der Pfarre St.Tönis
"Neerstraß" (= Niederstraße) genannt. Erst im Ortsplan von
1827 taucht dann der uns heute gewohnte Name "Hochstraße" auf.
Die Hochstraße war lange eine der wichtigsten
Durchgangsstraßen des Ortes. Erst der Bau von
Umgehungsstraßen und zeitweise auch eine
Einbahnstraßenregelung milderte den Verkehr ab bis die gesamte
Straße schließlich 1980/81 ihrer Rolle als Geschäfts-
und Einkaufsstraße gerecht wurde und in eine
Fußgängerzone umgewandelt wurde.
Das Foto
links aus den 1970er Jahren ermöglicht uns einen Blick von der
Ecke Schulstraße in die Hochstraße, die
damals noch für den Autoverkehr freigegeben war.
wo?
|
In der Ortsmitte ist
sie die Fortsetzung der Willicher Straße zur Gelderner
Straße bzw. umgekehrt;
Abzweigungen: Friedensstraße, Kirchstraße, Rathausplatz, Antoniusstraße, Marktstraße, |
wann?
|
mindestens seit 1827
|
| Länge: |
337 m *1 |
Quellen:
|
Grundbuch
von St.Tönis 1660 / Katalog der Einwohner von St.Tönis 1707 /
Ortsplan von 1827 / Heimatbrief Nr. 93, Otto Merkelbach
Nr. 132 / Nr. 133
/ Nr. 153, Werner Lessenich ("Ansichtssache")
|

Ursprünglich
begann die Hülser Straße - oder auch
Hülserweg bzw. einfach wie auf dem abgebildeten Bauplan von 1842
"Weg nach Hüls" genannt - an der Ecke, wo die Hochstraße in
die Gelderner Straße (früher Kempener Straße)
übergeht.
Mit dem Bau der Kath.Knabenvolksschule (Einweihung 1903) ergab sich der
Wunsch, das erste Stück der Hülser Straße in
Schulstraße umzubenennen. Seitdem beginnt die Hülser
Straße erst an der Einmündung zur Schulstraße (heute
Kreisverkehr).
wo?
|
heute eine der drei
Abzweigungen aus dem Kreisverkehr
Schulstraße / Ringstraße / Hülser Straße
ortsauswärts in Richtung Hüls
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
Hülser Straße, gegründet ????
|
wann?
|
Wird
1898 und 1900 im Adressbuch als Hülserweg aber auch als
Hülser Straße genannt
|
| Länge: |
2.222 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 40, Dr. Rotthoff / diverse
Adressbücher
|

"Dem Stifter
des hiesigen Armen- und
Krankenhauses", so lautet die Widmung auf dem Grabstein des 1852
"zu Benrad - Pfarre St. Tönis" verstorbenen
Ackerers Peter Mathias Inger. Seiner großzügigen Stiftung
von 600 Talern, einem Stück Ackerland von zwei Morgen, 115 Ruten
und 20 Fuß, sowie größeren Mengen an Eichen- und
Kirschbaumholz ist es neben Spenden weiterer Bürger zu verdanken,
dass die Gemeinde 1845 den Grundstein für das Armenkrankenhaus an
der Kempener Straße (heute Gelderner Straße, dort wo heute
das Seniorenheim steht) legen konnte.
Der Name einer Familie "Inger" aus "Benrath" findet sich übrigens
schon im "Katalog der Einwohner der Pfarre St.Tönis" aus dem Jahre
1707.
wo?
|
Zwischen Westring und
Hospitalstraße; mit dem Auto nur vom Westring,
fußläufig auch von der Hospitalstraße erreichbar
|
wann?
|
1978
|
| Länge: |
490 m *1 |
Quellen:
|
"Katalog der Einwohner der
Pfarre St.Tönis" von 1707 / Niederrh.
Volkszeitung 25.11.1937 / Heimatbrief Nr. 95, Walter Schöler
|


Josef Schultes
(1902 - 1985), war von Anfang an (ab 1945) bis 1966
für die CDU Mitglied des nach dem Zweiten Weltkrieg von der
Militärregierung eingeführten Gemeinderates. Von 1948 bis
1964
war er Bürgermeister in St. Tönis. Dem Tönisvorster Rat
gehörte er von 1970 bis 1979 an. Schon 1967 war er
durch den Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande
ausgezeichnet worden.
In seinem von der Stadt Tönisvorst verfassten Nachruf heißt
es:
Als "Mann der ersten Stunde"
hat sich Herr Schultes mit seiner ganzen Kraft für die Belange
seiner Heimatgemeinde eingesetzt und deren Entwicklung entscheidend
geprägt. Die ihm übertragenen Ämter verwaltete er mit
großer Tatkraft, Umsicht und Fairneß. Für seine
Verdienste verlieh ihm der Rat der Stadt Tönisvorst im Jahre 1980
den Ehrentitel Stadtältester".
| wo
? |
zwischen
Theo-Mülders- und Benrader Straße |
wann ?
|
1997
auf Vorschlag des Heimatbundes |
Länge:
|
321 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 74, Walter Schöler / Nr. 101: H. Hochbruck / Nr.
136: R.
Schumacher / WZ vom 2.4.1985 /
Rh.Post
vom 6.12.1996 |

Sie gehört
zweifellos zu den ältesten Straßen des
Ortes. Ihr Verlauf beginnt am Kirchplatz, flankiert die südliche
Seite des Marktplatzes und endete seinerzeit an der Ortsbefestigung,
genauer gesagt dort, wo das Mühlentor den Weg nach Vorst
kontrollierte. Der Name "Mühlentor" war naheliegend, hieß
doch auch die Straße damals noch "Mühlenstraße".
Warum, das erklärt uns Otto Merkelbach in seinem Artikel "Die
Kaiserstraße in St.Tönis - alt und klein, aber oho!": "
Der große dreieckige
Häuserblock von
der Ecke Marktstraße/Kaiserstraße bis zum Alten Markt
hieß früher im Volksmund "Stickers Kastell", nach dem
Besitzer des großen Anwesens Stickers. Neben dem Wohnhaus, den
Wirtschaftsgebäuden und Stallungen stand im Innenhof eine
Rossmühle, die damals der heutigen Kaiserstraße den Namen
Mühlenstraße gab." Und diesen Namen hatte sie
mindestens bis zum Druck des Adressbuches vom Jahrhundertwechsel im
Jahre 1900.
Der Lageplan eines Baugesuchs vom 3. April 1905 (siehe Abbildung) wird
zum wichtigen historischen Dokument. Immerhin verrät er uns, dass
die Straße spätestens seit diesem Jahr "Kaiserstraße"
hieß. Erwähnt sei noch, dass im Haus Nr. 8 (es wurde 1959
für das Schulgebäude abgerissen) von 1864 bis 1877
Bürgermeister Jacob Seulen hier im "Königlichen
Bürgermeisteramt St.Tönis" seinen Amtssitz hatte, bis er in
das heutige Rathaus umzog. Nicht weniger interessant ist das Haus mit
der Nummer 22. Laut der verankerten Jahreszahl
"1744" dürfte es das älteste Wohnhaus in St.Tönis sein.
wo?
|
zwischen Kirchplatz und
Vorster Straße
|
wann?
|
zwischen
1900 und 1905; vorher "Mühlenstraße"; Unterbrechung von 1939
bis 1945 "Horst-Wessel-Straße"
|
| Länge: |
131 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 98, Otto Merkelbach / Nr. 136 (Ansichtssache), Werner Lessenich /
Adressbuch 1900 / Baugesuch von 1905
|
Atta - Immi - Vimmi, gibt es bei Kamps-Mimmi!" Diesen Ausspruch kennen
alte St.Töniser noch genauso wie das schöne
Fachwerkhäuschen von Willibald und Anna Kamps auf der
Marktstraße. Viele können sich noch
an das kleine Lädchen erinnern, wo sie Dinge für den
täglichen Gebrauch einkauften. Tabak- und Gemischtwarenhandel war
die Gewerbebezeichnung. Im Volksmund sprach man auch von "Klein-Tietz"
(in Krefeld gab es früher das große Kaufhaus Tietz). Vom
Tabak zum Pfeifenreiniger, vom Negerpfennig zur Tafel Schokolade, vom
Hemdenknopf zur Fahrradklammer, von der sauren Gurke zum eingelegten
Hering, von Seifenartikeln zum Haarwasser, von der Flasche Bier bis zur
Flasche Limonade, vom Brausepulver bis zum Päckchen Kekse,
Kamps Willibald hatte alles da.

Sein Vater, der in Vorst geborene Seidenweber Hubert Kamps, hatte mit
seiner Frau Henriette, geborene Stevens, 1898 das schöne
Fachwerkhäuschen in St. Tönis auf der Marktstraße 22
vom Ökonom Johann Jakob Bellen vom Bellenhof zu Vorst, gekauft. Im
Jahre 1923 eröffnete er das Ladengeschäft.
Willibald Kamps wurde am 9. September 1881 in St.Tönis geboren.
Mit 19 Jahren packte ihn die Wanderlust. Da damals in den Stollen der
Pütts viel Geld zu verdienen war, vertauschte der junge Fuhrknecht
den blauen Kittel mit dem Knappenwams und die Peitsche mit der
Grubenlampe. Er wurde Bergmann und fuhr über 20 Jahre lang bei der
Zeche "Prosper" in Bottrop ein. Im Jahre 1905 heiratete er hier die
Wäscherin Anna, geborene Krumme. (Foto: die Eheleute Kamps vor
ihrem Haus kurz vor ihrer Goldhochzeit). 1917 wurde er Soldat. 1933 kam
er
mit seiner Frau in seinen Heimatort St. Tönis zurück, wo er
nach dem Tode seines Vaters Hubert das inzwischen verwaiste
Lädchen übernahm.
In den beiden Oberstübchen war ein kleines privates Museum mit
antiken Raritäten eingerichtet, so richtig zu dem alten
Fachwerkhäuschen passend. Sein Vater hatte die Raritäten
in der Heimat zusammengetragen: zinnerne Teller und Kannen, irdene
Schüsseln und Geschirre, Säbel und alte Zündsteinflinten
(die übrigens die Amis 1945 mitgenommen haben).
"Kamps-Mimm, Kamps-Mimm" riefen die Kinder durch die stets
offenstehende Haustüre. Dann kam Willibald herausgeflitzt und
zeigte sich mit Drohgebärden. Man wußte als Kind nie so
recht, ob er wütend war, oder nur sein Image pflegte. Ein Versuch
des Heimatbundes im Jahre 1987, das Fachwerk wieder
sichtbar zu machen, und somit einem baulichen Schmuckstück im
Straßenbild der Marktstraße wieder alten Glanz zu
verleihen, schlug fehl.
wo?
|
Tordurchgang vom Alten
Markt zum
früheren Brauhof der Brauerei
Rixen, heute "Alter Brauhof" |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von Willibald
Schönberger, Patenkind von Willibald Kamps |
Quellen:
|
Heimatbrief Nr. 136, Rolf Schumacher |

Durch die Zusammenlegung
von St.Tönis mit Vorst im
Rahmen
der Kommunalen Neugliederung ergaben sich im neu gebildeten
Tönisvorst doppelte Straßennamen.
Im Interesse eindeutiger Adressen wurden deshalb sowohl in
Vorst als auch - wie hier - in St.Tönis Straßen umbenannt.
wo?
|
heutige Gelderner
Straße |
wann?
|
bis
1970 *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 68/69, Walter Schöler
|

Fast aus erster Hand erhalten wir einen Eindruck von der Wohnungsnot in
St.Tönis nach dem 2. Weltkrieg und über die von der Gemeinde
dagegen ergriffenen Maßnahmen in einem Artikel, den Martin
Reuters (Gemeindedirektor von 1955 bis 1969 und stellv.
Heimatbund-Vorsitzender von 1957 bis 1979) im März
1956 im St.Töniser Heimatbrief schrieb:

"Dann führte die Gemeinde
mit der Kath. Kirchengemeinde einen umfassenden Grundstückstausch
durch
und erwarb das gesamte "Kirchenfeld". Das ist das Gebiet südlich
der Krefelder Eisenbahn zwischen Willicher Straße (Osten)
Anrather Straße/Corneliusstraße (Westen) und Corneliusweg
(Süden), der im Volksmund "Heiligenhäuschenweg" genannt
wird. Hier - wo 1949 noch wogende Kornfelder zu sehen waren -
wurden 1950 die ersten Häuser gebaut.
Heute ist in diesem Gebiet ein ganz neuer Ortsteil entstanden mit
breiten Straßen,
Kanalisation, Wasserleitungen, Strom und Gas. Eine Luftaufnahme (Anm.:
s. Foto rechts) zeigt diese
Entwicklung
sehr schön. In diesem Ortsteil sind bisher insgesamt gebaut,
durch die Genossenschaft (Anm.: AWG)
57 Miethäuser mit 147 Wohnungen, 37 Eigenheime mit 74 Wohnungen
und 14 Siedlerstellen mit 28 Wohnungen. Von anderen Baugesellschaften
und von privaten Bauherren sind in diesem Gebiet weitere 37 Hauser mit
61
Wohnungen gebaut worden, darunter 36 Eigenheime. Insgesamt stehen
also im Gebiet
Kirchenfeld z. Zt. 310 Neubauwohnungen. Weit
über 1000
Menschen haben hier in einem neuen,
aufgelockerten Ortsteil Wohnung gefunden. Die gesamten Baukosten (
... ) übersteigen die 4-Millionengrenze."
Anzumerken ist noch, dass Martin Reuters den Begriff
"Kirchenfeld" wohl einschließlich der gleichzeitig bebauten Neu-
und Dammstraße gefasst hatte.
wo?
|
verbindet die
Dammstraße (früher mit der parallel dazu verlaufenden
Schluffstrecke) mit dem Pastorsbusch
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
Kirchenfeld, gegründet 2008 |
wann?
|
Beginn
des Siedlungsbaus: 1950
|
| Länge: |
380 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 10 und 11, Gemeindedirektor Martin Reuters
|

"Urzelle und Mittelpunkt des Ortes
St.Tönis war immer der Kirchplatz." So beginnt Otto
Merkelbach seinen Artikel im Heimatbrief Nr. 99 und damit hat er
zweifellos Recht. Auch wenn er im Weiteren schreibt, dass der
ursprüngliche Name des Platzes "Kirchhof" war. Bis 1848 war
nämlich rund um die Kirche der
Friedhof von St.Tönis.
Das erste Grundbuch des "Marcktflecken
St.Tönis" aus dem Jahre 1660 ist wahrscheinlich das älteste
Dokument, aus dem der Name Kirchhof hervorgeht. Knapp 50 Jahre
später wurde ein "Katalog der Einwohner der Pfarre St.Tönis"
angelegt, der den gleichen Namen verwendet, ebenso wie ein Ortsplan aus
dem Jahre 1827. Die erste Erwähnung des Namens "Kirchplatz" finden
wir im Adressbuch von 1898.
Die Skizze rechts stammt aus dem Buch "Die Kunstdenkmäler des
Kreises Kempen". Autor Paul Clemen schrieb dazu 1891: "
Interessant ist die Anlage des Kirchhofes,
der von Häuserreihen wie von einer Ringmauer umschlossen wird, mit
vier Hauptzugängen". Bis heute hat sich daran
glücklicherweise nichts wirklich Wesentliches geändert.
wo?
|
rund um die Katholische
Pfarrkirche St. Cornelius, im Mittelpunkt von St.Tönis
|
wann?
|
mindestens
seit 1898, vorher "Kirchhof"
|
| Länge: |
296 m *1 |
Quellen:
|
Grundbuch
von St.Tönis 1660 / Katalog der Einwohner von St.Tönis 1707 /
Adressbuch von 1898 / Heimatbrief
Nr. 99, Otto Merkelbach /
Heimatbrief Nr. 137, (Ansichtssache),
Werner Lessenich
|

Sie ist eine der
ältesten Straßen in St.Tönis - und doch hat sie diesen
Namen erst irgendwann zwischen 1900 und 1910 erhalten.
Im Adressbuch von 1900 wird sie jedenfalls noch "Ferlingsstraße"
genannt und davor, im Ortsplan von 1827, liebevoll
"Ferlingssträßchen". Tauchen wir noch mal knapp 170 Jahre
tiefer in die Vergangenheit, dann finden wir 1660 im Grundbuch von
St.Tönis noch die Bezeichnung "Ackerstraße".
In der Kirchstraße steht das älteste bis heute
unverändert gebliebene Wohnhaus von St.Tönis,
das Mertenshaus. Es hat die Zeit gut überdauert und nur die
eisernen Maueranker
verraten uns, dass es schon 1745 erbaut wurde. 24 Jahre jünger ist
die Windmühle an der Gelderner Straße und von der Schlacht
an der Hückelsmay im Siebenjährigen Krieg könnte uns das
Mertenshaus auch locker erzählen.
wo?
|
Verbindung zwischen
Hochstraße und Kirchplatz
|
wann?
|
zwischen
1900 und 1910
|
| Länge: |
118 m *1 |
Quellen:
|
Grundbuch
St.Tönis 1660 / Adressbücher 1900 und 1910 / Ortsplan 1827 / Heimatbrief Nr.
104, O. Merkelbach
|


Anläßlich des 100jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie
St. Tönis im Jahre 1971 erhielt die bisherige
Wilhelmstraße zu Ehren Kolpings diesen
neuen Namen. Seit der
Gründung der Kolpingsfamilie haben viele Bürger in ihren
Reihen gestanden. Meister und Gesellen bemühten sich, die
Ziele Kolpings in ihrem Leben und auch im Umfeld umzusetzen. Besonders
junge Menschen erhielten in der Kolpingsfamilie Lebenshilfe in
vielfacher Form. Da war besonders die berufliche Aus- und
Fortbildung, getragen und begleitet durch die Handwerksmeister.
Eine enge Bindung an die Kirche stärkte das religiöse
Empfinden und vertiefte den Glauben. Auf diesem Fundament wurden
glückliche Familien gegründet. Aber auch der Frohsinn
kam nicht zu kurz. Gesellige Veranstaltungen trugen immer wieder
dazu bei, die Freundschaft der Kolpingmitglieder untereinander zu
festigen. Viele Mitglieder der Kolpingsfamilie stellten sich auch
ihrer Pflicht als Staatsbürger und übernahmen Ämter im
politischen Raum. Von der Kolpingsfamilie sind immer wieder starke
Impulse ausgegangen und haben das berufliche, gesellschaftliche
und politische Leben in unserer Gemeinde maßgeblich
beeinflußt. Das Wirken von Adolph Kolping und die Arbeit der
örtlichen Kolpingsfamilie erfuhr durch die Widmung
"Kolpingstraße" eine sichtbare Anerkennung durch den Rat der
Gemeinde Tönisvorst.
Zum Bild: Am 10. Dezember 2006, am Kolpinggedenktag, wurde
anläßlich des 135jährigen Jubiläums der
St.Töniser Kolpingsfamilie an der Kolpingstraße Ecke
Hospitalstraße zum Andenken an den 1991 von Papst Johannes Paul
II. seliggesprochenen Gesellenvater Adolph Kolping ein Bildstock
eingeweiht.
wo?
|
Verbindung zwischen
Gelderner Straße und Hospitalstraße |
wann?
|
1971
- vorher: Wilhelmstraße
|
| Länge: |
157 m *1 |
Quellen:
|
Festschrift
der Kolpingsfamilie St.Tönis zum 125jährigen Bestehen,
Richard Beckers, Alt-Bürgermeister /
Heimatbrief Nr. 157, Irmgard Schumacher, Vorsitzende der
Kolpingsfamilie
|

Fünf Jahre vor dem 500. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus (*
19.2.1473, + 24.5.1543) hat die Gemeinde auf Vorschlag des Heimatbundes
eine gerade fertig gewordene Straße nach dem berühmten
Astronomen und Mathematikers benannt. Unter dem Motto "Wir bauen unser
Haus mit eigenen
Händen" hatten
21 Siedler nach Feierabend und am Wochenende ihre schmucken Häuser
in Eigenleistung gebaut.
wo?
|
Im Siedlungsgebiet
zwischen Nüss Drenk und Benrader Straße, hart an der Grenze
zu Krefeld
|
Str.Gem.:
|
Siedlergemeinschaft
"Neusser Tränke", gegründet 1972
|
wann?
|
1968
|
| Länge: |
708 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr.59, Walter Schöler / Nr. 78, Otto Merkelbach /
Niederrhein-Nachrichten vom 4.9.02
|
"Zur Zeit Napoleons wurde die
Krefelder Straße erstmals ausgebaut undzwar als verhältnismäßig lange und
gerade Strecke von der
Hochstraße bis zum Gehöft Boekels. Diese Straße
löste die bisherige Verbindung nach Krefeld über die Bahn-
und Mühlenstraße ab. Wie damals üblich, hatte die
Straße lediglich einen Schotteraufbau und eine seitliche
Baumbepflanzung, damit auch bei starkem Schneefall die Fahrspur
kenntlich blieb. Die Pflasterung erfolgte erst zu Beginn des 19.
Jahrhunderts." So beschreibt Hans Beusch in seinem Artikel "
Das Gesicht der Krefelder Straße"
die Anfänge einer der wichtigsten Ausfallstraßen von
St.Tönis. Weiter heißt es dort:
"Lange Zeit blieb die Krefelder
Straße leer und unbebaut. Bis etwa 1850 stand lediglich ein Haus
auf der Krefelder Straße: das landwirtschaftliche Anwesen des
Johannes Stieger, verbunden mit einer Gastwirtschaft, später ...
die Gaststätte Heusen."
Im Adressbuch aus dem Jahre 1900 sind dann allerdings schon
über 250 Einträge mit der Adresse "Krefelder Straße"
verzeichnet und 1912 (als man die Straße mit einem "C" vorne
schrieb) sind schon über 300 Nennungen zu finden.
Die seit 1904 zwischen Krefeld und St.Tönis verkehrende
Straßenbahnlinie veränderte das Gesicht der Straße
natürlich ganz erheblich. (Abbildung rechts aus den 50er Jahren).
Bis heute ist sie eine der
verkehrsreichsten Straßen des Ortes.
wo?
|
von der Ecke
Hochstraße / Willicher Straße ortsauswärts in Richtung
Krefeld
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
Krefelder Straße, gegründet 1928
|
wann?
|
ca.
1800 während der französischen Besatzung
|
| Länge: |
1.301 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 112, Hans Beusch / Nr. 131, Ansichtssache,
Werner Lessenich / Adressbücher 1900 und 1912
|

1988 benannte die Stadt einen Fußweg am Rande des neu
entstandenen Wohngebiets zwischen Rue de Sees und
Ludwig-Jahn-Straße. Der Vorschlag bezog sich auf den
volkstümlichen Namen einer früher dort durch
Gartengelände verlaufende Gasse, die auch am sog. "Kriene-Weier",
einem Teich auf dem Grundstück des Schuhmachers Matthias Krienen
vorbeiführte (s. Foto ca. 1930). Bekannt und beliebt war der
romantische Heckenweg damals besonders bei Liebespärchen.
Jahre vor der Bebauung des Gartengeländes hatte Hanni Ammon wohl
eine Ahnung über die Vergänglichkeit der

Dinge, als sie in
einem Mundartgedicht mit dem Titel "Os Kriene-Jätzke"
(veröffentlicht im Heimatbrief, August 1977) schrieb:
"Zent Tüenes deet waße,
wäe hei dat jedeiht, als Oma on Opa tesame jefreit.
Et wä-es en de Höcht on
mäkt sech janz breet, dem ene deet dat freue, dem angere deet dat
leet.
Dat dörflich-jemütliche,
dat ös afjeschri-ewe, doch Kriene-Jätzke, dat ös os noch
jebli-eve."
So geht es noch euphorisch weiter, doch die Frage am Schluss ist
schon weniger optimistisch:
"Als Frei-Jatz wor die os ömmer
bekennt, vandag ös die Jurend wat angersch jewennt.
Dat dörflich-jemütliche,
dat ös afjeschri-ewe, doch Kriene-Jätzke - wie lang deet os
dat noch bliewe?"
wo?
|
Verbindungsweg von "Am
Marienheim" zur Ludwig-Jahn-Straße
|
wann?
|
1988
auf Vorschlag des Heimatbundes und seines Mitglieds Hans
Steinstrasser |
| Länge: |
43 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 91, Hanni Ammon (Gedicht) / Nr. 94, Theo Mülders / Nr. 120,
Rolf
Schumacher
|
Durch die Zusammenlegung von St.Tönis mit Vorst im
Rahmen
der Kommunalen Neugliederung ergaben sich im neu gebildeten
Tönisvorst doppelte Straßennamen.
Im Interesse eindeutiger Adressen wurden deshalb sowohl in
Vorst als auch - wie hier - in St.Tönis Straßen umbenannt.
wo?
|
heutige
Ulmenstraße |
wann?
|
bis
1970
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 68/69, Walter Schöler
|

Im
Jahre 1936 wurde durch Beschluß des St.Töniser Gemeinderates
die damalige Prinzenstraße in Ludwig-Jahn-Straße umbenannt.
Anlass war das Jubiläumsfest zum 75jährigen Bestehen der
Turnerschaft St.Tönis 1861.
Mitte der 50er Jahre baute die sportfreudige Gemeinde St. Tönis
eine moderne Sportkampfbahn und Turnhalle an der Kempener Straße
(heute Gelderner Straße) und benannte dieses Gelände
Jahn-Sportanlage.
Im Volksmund erhielt die Ludwig-Jahn-Straße bald den Spitznamen
"Kugelallee". Grund dafür waren kleine Vorgärten, die mit
einer kniehohen Mauer umgrenzt waren. Den Abschluss bildeten
Eisenstangen, die zwischen etwa fußballgroßen Betonkugeln
befestigt waren.
Friedrich Ludwig Jahn, bis in unsere Zeit als "Turnvater Jahn"
bekannt, wurde am 11. August 1778 in Lanz
(Priegnitz) geboren.
Er förderte in besonderer Weise den Gedanken der
Leibesertüchtigung der Jugend unter dem Motto "Frisch - fromm -
fröhlich - frei".
Nach einem bewegten - politisch nicht immer unumstrittenen - Leben und
Wirken starb er am 15.10.1852 in Freyburg an der Unstrut.
wo?
|
Verbindung zwischen Rue
de Sees und Feldstraße (Nordring überquerend)
|
wann?
|
1936
- vorher: Prinzenstraße
|
| Länge: |
896 m *1 |
Quellen:
|
u.a.
Heimatbrief Nr. 94, Otto Merkelbach / Heimatbrief
Nr. 133 (Spitznamen-Lexikon ), Werner Lessenich
|

Durch die Zusammenlegung von St.Tönis mit Vorst im Rahmen
der Kommunalen Neugliederung ergaben sich im neu gebildeten
Tönisvorst doppelte Straßennamen.
Im Interesse eindeutiger Adressen wurden
deshalb sowohl in
Vorst als auch - wie hier - in St.Tönis Straßen umbenannt.
wo?
|
heute: Alter Markt
|
wann?
|
bis
1970
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 68/69, Walter Schöler
|

In der Marktstraße, die vor 1903 Marktstallstraße
hieß, befanden sich früher Ställe für die Tiere -
(Pferde, Esel und Ochsen), mit deren Hilfe die Marktbeschicker
ihre Ware beförderten.
wo?
|
Tordurchgang von der
Marktstraße zum früheren
Brauhof der Brauerei
Rixen, heute "Alter Brauhof" |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 136, Rolf Schumacher |

Als eine der ältesten Straßen des Ortes wird sie - noch ohne
konkrete Namensnennung - unter der Beschreibung ihres Verlaufes (
"von der Mühlenpforten bis an die
Niederpforten") im ersten Grundbuch von St.Tönis 1660
erwähnt. Im ältesten Ortsplan von St.Tönis (1827) finden
wir an dieser Stelle die "Marktstoll-Straße. Alten Beschreibungen
zufolge waren hier neben etlichen Bauernhöfen auch viele
Handwerker ansässig. So lesen wir in einem Aufsatz von Josef
Ramisch von einer Gerberei, einem Schneider- und einem Sattlermeister,
einer Schlosserei und dem Kupferschmied Beckers (das war dort, wo heute
die Heimatbundstube liegt). Schreinermeister de la Motte, ein
überall bekanntes und beliebtes St.Töniser Urgestein, hatte
hier ebenso seine Werkstatt wie der Schuster Hahn und der Uhrmacher
Plönissen. Drechslermeister Dommers war ein gefragter Mann bei der
Jugend, galt er doch als der beste Doppmacher weit und breit. In einer
Küferei wurden - wie Ramisch erzählt - gewaltige Fässer
hergestellt. Natürlich durften auch ein Bäcker und ein
Metzger nicht fehlen und ein Malermeister bringt schließlich auch
noch Farbe in die Liste der fleißigen Handwerker, die ohne die
Erwähnung der Weber natürlich nicht vollständig
wäre. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie es an einem Werktag
dort zuging und welch vielfache Klänge sich mit dem Hufgeklapper
der Pferde auf dem Straßenpflaster vermischte.
Bis ca. 1913 hatte die Marktstraße nur eine Abzweigung und zwar
in
Höhe und in Richtung auf den Marktplatz. Als 1911 das Krankenhaus
gebaut wurde, sollte es besser erreichbar sein. Vier Häuser - zwei
direkt an der Marktstraße und zwei dahinter zum "Graben" gelegene
- mussten nach heftigen Verhandlungen mit den Eigentümern
schließlich zu Gunsten einer Straßeneinmündung der
Hospitalstraße abgerissen werden
Im Rahmen der Ortskernsanierung wurde das erste Teilstück der
Marktstraße (von der Hochstraße bis zur Einmündung
Hospitalstraße) per "Beschränkung der Benutzungsart" mit
Wirkung vom 1.12.1982 zur Fußgängerzone erklärt.
wo?
|
Verbindung zwischen
Hochstraße und Kaiserstraße |
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
Marktstraße, gegründet ????
|
wann?
|
erste
bekannte namentliche Erwähnung 1707 im Katalog der Einwohner der
Pfarre St.Tönis als "Marktstollstraße"
|
| Länge: |
206 m *1 |
Quellen:
|
Grundbuch
von St.Tönis 1660, Heimatbrief
Nr. 7, Jos. Ramisch / Nr. 102, Otto Merkelbach / Nr. 140, Ansichtssache, W.
Lessenich /
Amtl. Bekanntmachung in den Niederrhein-Nachrichten zum
29.06.1983 rückwirkend zum 1.12.1982
|

Die Maximinenstraße - heute
Antoniusstraße
- hatte
nachweisbar ihren Namen seit 1660. Dort
hieß sie im ersten Grundbuch von St. Tönis
,,Maximiner-Straße".
Später dann im Katalog der Pfarre St. Tönis von 1707/1708
wurde sie unter dem Namen "St.-Maximin-Straße" geführt, und
schließlich im St.Töniser Adressbuch von 1900 hieß sie
"Maximinenstraße". Man nimmt an, dass der Name von "Maximin"
(etwa 329-346), dem 5. namentlich bekannten Bischof von Trier
kommt. Er wurde später heilig gesprochen. Eine kleine
Abzweigung von der heutigen Antoniusstraße in Richtung Seulenhof
erhielt zur Erinnerung an den ursprünglichen
Straßennamen die Bezeichnung Maximinen-Gasse.
wo?
|
Gasse zwischen
Antoniusstraße und Seulenhof |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von der Kath.
Pfarrgemeinde St. Cornelius |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 40, Dr. Rotthoff / Nr. 136, Rolf Schumacher |

Dort, wo früher rund um St.Tönis Wall und Graben gegen
feindliche Angriffe schützen sollten, verlief - und verläuft
teilweise auch heute noch - die
Ringstraße.
Ein Stück davon - es läuft parallel zur Marktstraße -
war bis 1982/83 eine schmale Gasse, die im Wesentlichen als
rückseitiger Zugang für die Betriebe an der Marktstraße
diente. Durch die Ortskernsanierung und auch um die Ausdehnung der
Fußgängerzone in die Marktstraße zu ermöglichen,
ergab es sich, dass diese Gasse zu einer autotauglichen
Verkehrsstraße verbreitert wurde. Eingangs der Straße /
Ecke Gelderner Straße musste dazu u.a. ein Wohn- und
Geschäftshaus (Haushaltwaren Poppen) abgerissen werden. Die neue
Straße beginnt in Höhe der Ecke Hochstraße und damit
genau dort, wo zu den oben beschriebenen Zeiten das "Niedertor" den Weg
nach Kempen ermöglichte bzw. versperrte. Damit war der Name
schnell gefunden.
wo?
|
Weiterführung der
Schulstraße bis zur Viersener Straße zwischen den
Einmündungen Gelderner- und Vorster Straße
|
wann?
|
1983
auf Vorschlag des Heimatbundes , vorher war sie ein Teil der
Ringstraße
|
| Länge: |
250 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 107, Otto Merkelbach / Nr. 108, Theo Neetix
|
Der
Ortmannsweg ergänzt quasi die Brauereistraße in dem Sinne,
dass damit - bis auf ein Stückchen Westring - das alte
Firmengelände der Brauerei Ortmanns, später Ortmanns &
Rixen
bzw. Rixen umschlossen wird. (siehe dazu mehr unter
Brauereistraße).
Diese Überlegung galt aber nur dem Standort der Straße.

Zweifellos
stelllt aber die Widmung des Straßennamens eine
Würdigung des ersten St.Töniser Ehrenbürgers, Peter
Jakob Ortmanns (1849
bis 1937),
dar.
Im Ehrenbürgerbrief, den er
1928 für seine vielfältigen Verdienste erhielt, heißt
es: "
Der Gemeinderat
ernennt
hierdurch den
verdienten Ersten Beigeordneten Jakob
Ortmanns, der heute an seinem 80. Geburtstag als Beigeordneter, wie in
40
jähriger aufopferungsvoller, nie
rastender Arbeit als
Gemeindeverordneter und
in zahlreichen anderen Ämtern wie keiner unter uns dem allgemeinen
Besten der Gemeinde gedient hat, zum
Ehrenbürger von St. Tönis."
Neben seinem Wirken in der Zivilgemeinde gehörte er auch über
20 Jahre dem Kirchenvorstand an, zeitweise als dessen stellvertretender
Vorsitzender. Er führte die Freiwilligen Feuerwehr in
St.Tönis, die ihn zum Ehren-Chef ernannte und war fast 30 Jahre
Vorsitzender der Ortskrankenkasse. Auch in vielen Vereinen war seine
Mitgliedschaft geschätzt, z.B. im Artillerieverein und im
Schützenverein. Zweimal war er Schützenkönig, zuletzt
1934 beim A.S.V. - Und fast hätten wir noch seinen eigentlichen
Beruf als Chef der Brauerei Ortmanns vergessen. Keine Überteibung
also, wenn Bürgermeister Dr. Mauss 1937 im Nachruf schreibt:
"Ein ganzes Menschenalter hat der nunmehr
Dahingegangene unserer Gemeinde seine nie erlahmende Arbeitskraft zur
Verfügung gestellt ... Der Name des Verstorbenen wird in unserer
Gemeinde in dankbarem Gedenken fortleben."
wo?
|
Gasse zwischenVorster
Straße und Westring
|
wann?
|
ca.
1982
|
| Länge: |
324 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 105 und 142, Walter Schöler / Nr. 144 bis 151 Rolf Schumacher
/
Totenzettel Jakob Ortmanns
|

Schon 1982 berichtete der St.Töniser Heimatbrief darüber,
dass auf seine Initiative eine neue Straße in "Osterheide"
benannt
wurde. Erst im September 1987 erscheinen diverse Zeitungsmeldungen
gleichen Inhalts. Offensichtlich war das der zeitliche Abstand zwischen
Planung, Durchführung und Beendigung der Baumaßnahme.
Die Wahl des Namens ist nicht an die spezielle Örtlichkeit der
Straße geknüpft. Vielmehr wollte man unabhängig davon
die Dokumentation einer uralten historischen Ortsbezeichnung der
Nachwelt erhalten. Und älter geht es fast nicht. Der Name taucht
erstmals in der von Erzbischof und Kurfürst Friedrich von
Saarwerden am 10. September 1380 unterzeichneten "Geburtsurkunde"
von St.Tönis auf.
"Fridericus
dei gratis sancte Coloniensis Ecclesie Archiepiscopus, sacri
Romani Imperii per Italiam Archicancellarius, ut pro divini cultus
augmento in
loco dicto OSTERHEIDE, sito infra parochiam kempensem ... " heißt es da in
schönstem Latein. Zu deutsch:
"Wir,
Friedrich, Erzbischof von Gottes Gnaden der heiligen Kirche Kölns,
Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, geben
unsere Erlaubnis mit Zustimmung der Anwesenden, dass für die
Verbreitung des heiligen Kultus an der Ortschaft, genannt OSTERHEIDE,
gelegen innerhalb der Pfarre Kempen -... eine Kapelle ...
gegründet wird."
wo?
|
Straßenzug
zwischen Krefelder Straße. Ludwig-Jahn-Straße und Nordring
|
wann?
|
1982
bzw. 1987 (s.o.)
|
| Länge: |
550 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 106, Otto Merkelbach / Nr.108, Theo Neetix
|
wo?
|
heutige Ludwig-Jahn-Straße
|
wann?
|
von
ca. 1910 (erste Nennung im Adressbuch) bis 1936; dann wurde die Prinzenstraße in
Ludwig-Jahn-Straße umbenannt
|
Quellen:
|
diverse
Adressbücher, St.Töniser Geschäftsanzeiger vbom 4.2.1937
|

Gleich zwei "Tömps" (= markante Eckhäuser) rahmten von je her
den Rathausplatz zur Hochstraße

hin ein:
"Achten-Tömp" (das ist das heutige Rathaus) und gegenüber
"Hoppmanns-Tömp" wurden sie von unseren Vorfahren genannt.
"Achten-Tömp" deshalb, weil das heutige Rathaus bis 1877 das
Wohnhaus des Bauern Achten war. Um 1800 herum ist der Bau entstanden
und im Volksmund hieß der Platz damals auch "Achten-Maart." Durch
den gut erhaltenen Ortsplan von 1827 wissen wir, dass der Platz
spätestens 1827 "Hückelsmarkt" genannt wurde und alte
Adressbücher verraten uns den Namen "Kleiner Markt" um 1900 herum.
Mindestens seit 1910 trägt er bis heute den passenden Namen
"Rathausplatz", auch wenn das heutige Verwaltungsgebäude an der
Bahnstraße von 1964 bis 1978 die Funktion des Rathauses
übernahm und das alte Rathaus vorübergehend nur als Wohnhaus
diente. Während die Häuser auf der Seite des Rathauses im
Wesentlichen unverändert geblieben sind, ist die gegenüber
liegende Häuserfront im Rahmen der Ortskernsanierung abgerissen
worden und erhielt durch den Neubau einer Bankniederlassung ein
vollkommen anderes Aussehen. Das Foto rechts zeigt den Platz auf einer
Ansichtskarte aus den 1950er Jahren. Heute ist der Rathausplatz
beliebter Veranstaltungsort bei Straßenfesten und Donnerstags,
wenn hier der Wochenmarkt stattfindet, Treffpunkt für "halb
St.Tönis".
wo?
|
An der Hochstraße
gelegen, am anderen Ende vom Kirchplatz begrenzt
|
wann?
|
um
1827:
Hückelsmarkt, um 1898/1900: Kleiner Markt, erste
Nennung als Rathausplatz im Adreßbuch von 1910
Unterbrechung von 1937 bis 1945: "Adolf-Hitler-Platz"
|
| Länge: |
51 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 108, Otto Merkelbach / Nr. 129 / Nr. 153 / Nr. 160 Werner Lessenich
("Ansichtssache")
/ diverse
Adressbücher
|

Die 1607 wie ein Ring um St.Tönis angelegte Ortsbefestigung wurde
1781 bereits wieder "geschleift" - wie es im Fachjargon heißt -
und zu Gärten umgestaltet. Die Tore wurden um 1830 abgebrochen.
Josef Ramisch erklärt im
Heimatbrief Nr. 17 wie es weiterging:
"Eine vom
Gemeinderat bestellte
Graben-Regulierungskommission stellte 1857 die Bedingungen der
Veräußerung. Die Gemeinde
übertrug den noch nicht veräußerten Teil des um den
Marktflecken St.Tönis fließenden
Grabens den angrenzenden Eigentümern pro Rute zu 5 Talern, mit
Ausnahme der vor
dem Vorster-, Kempener- und Krefelder Tor gelegenen Teile desselben,
die ihrer
vorteilhaften Lage wegen 10 Taler pro Rute kosteten. Die
Übernehmer mussten den
zur Aufnahme des von St.Tönis herkommenden Wassers nötigen
Abflussgraben in
einer Breite von mindestens 5 rheinischen Fuß (=
1,60
m) auf dem
erworbenen Grund und Boden nach Anordnung der Polizeibehörde
anlegen. Als
mindeste Breite des Grabenweges wurden 10 rheinische Fuß bestimmt
(=
3,20
m)." - Auf diese Weise entstand ein Rundweg mit parallel
verlaufendem offenen Abwassergraben um den Ortskern, der zunächst
"Grabenweg" und ab 1910 in seiner Gesamtheit "Ringstraße" genannt
wurde.
Die "Niederrheinische Rundschau" verkündete ihren Lesern am
29.12.1906, dass "
die Gräben,
die rings den Ort umfließen, in Bälde der Vergangenheit
angehören und an ihre Stelle moderne Rohrkanäle treten."
Theodor Kulder inspirierte dies zu einem Gedicht, dessen
erste Strophe lautet:
"Dä
Stenkgrav mött dä schwarte Mott, - dä ös nou
endlich doch enns fott. - Kanalisiert ös nou dä Grav, - datt
wohr vonn de Jemend wohl brav."
Er hat sich nicht zu früh gefreut, der Kanal zeigte die
erwünschte Wirkung.
In den 1970er Jahren haben Teile der "Ringstraße" andere Namen
bekommen. In dem oben rechts abgebildeten Ortsplan aus dem Jahre 1963
ist der Verlauf der Ringstraße rot markiert. Das neue
Teilstück, das heute direkt zur Kreuzung mit der
Schulstraße/Hülser Straße führt, ist dort gelbt
markiert. Inzwischen haben sich auf folgenden Teilstücken
Änderungen ergeben:.
- von der Hochstraße/Willicher Straße bis zur Viersener
Straße: "Pastorswall"
- von der Gelderner Straße bis zur Kaiserstraße:
"Niedertorstraße"
- von der Ringstraße in Höhe Friedensstraße bis zur
alten Einmündung in die
Schulstraße
"Alter
Graben"
wo?
|
heute trägt nur
noch das Stück von der Krefelder- zur Schulstraße den Namen
"Ringstraße" und ausgerechnet bei diesem Stück änderte
sich auch der Verlauf (es
mündet jetzt nicht mehr zwischen Haus-Nr. 3 und
5, sondern gegenüber der Hülser Straße in die
Schulstraße
|
wann?
|
lt.
Adressbuch 1898 und 1900: "Grabenweg"; ab
Adressbuch 1910: "Ringstraße"
|
| Länge: |
317 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 17, Josef Ramisch / Nr. 93, Walter Schöler
|

Der Name Rixen gehört zur Ortsgeschichte von St. Tönis und
wurde besonders durch die Brauerei Rixen bekannt.
Wilhelm Wirichs betrieb ab 1837 in St.Tönis, Kirchplatz (heute Nr.
9) als Erbe seines Vaters Stephan eine Brauerei (zunächst nur
für den eigenen Bedarf), Landwirtschaft, Bäckerei und
Gastwirtschaft. Seine Tochter Elisabeth heiratete am 6.10.1856 in St.
Tönis den in Gierath geborenen Peter Josef Rixen, der das
Geschäft seines Schwiegervaters damit übernahm. Das Ehepaar
Rixen hatte später 8 Kinder.
Ab 1870 begann man sich auszudehnen. Es kamen in der näheren
Umgebung und in Krefeld Wirtekunden dazu.
Ab 1895 übernahmen die
Söhne Robert und Hermann, die in Berlin die Brauerschule
besuchten. Neue Gebäude wurden errichtet, entsprechende
Maschinen und
Geräte angeschafft und 1904 ein neuer Eiskeller gebaut, der noch
in den 1960er Jahren als gewaltiger Zementklotz weit über die
Dächer des Ortes ragte, aber schließlich der
Ortskernsanierung weichen mußte.
In St.Tönis gab es im Jahre 1914 noch 6 Brauereien. Ende 1919
entschlossen sich die
Herren Jakob und Heinrich Ortmanns sowie Robert und Hermann Rixen,
ihre beiden Betriebe zusammenzulegen. Der Betrieb Kirchplatz 9
wurde stillgelegt und nur noch in der Brauerei auf der Schelthofer
Straße 7-9 (später Brauereistraße) gearbeitet. Ab
1.1.1920 hieß die neue Firma "Vereinigte Brauereien Ortmanns und
Rixen St. Tönis".
Inzwischen waren Robert Rixen (1929) und Hermann Rixen (1943)
verstorben und deren Söhne Robert und Josef in die Firma
eingetreten. Nachdem Jakob (1953) und Heinrich Ortmanns (1957)
verstorben waren, wurde der Firmenname in "Brauerei Rixen"
geändert. Robert Rixen förderte und widmete sich in
seiner privaten Zeit mit ganzem Herzen dem St. Töniser
Karneval und war besonderer Förderer des hiesigen Kath.
Kirchenchores.
Der vitale, heimatverbundene und sportbegeisterte "Jupp" Rixen war in
St.Tönis und darüber hinaus eine volkstümliche
Persönlichkeit. Infolge seines Berufes und durch seine
vielseitige ehrenamtliche Tätigkeit in zahlreichen Vereinen
stand er jahrzehntelang in enger Verbindung zu allen Schichten der
hiesigen Bevölkerung. Von Jugend an gehörte er dem
"Spielverein 1911 St. Tönis" an. Zuletzt war Josef Rixen
Ehrenvorsitzender in diesem Verein, den er als Vorsitzender zur
Blüte brachte.
Schon bald nach der Gründung trat er 1953 dem Heimatbund St.
Tönis bei, den er ideell und finanziell in bestmöglicher
Weise unterstützte. Denken wir doch einmal an die
"Rixen-Werbung", mit der er alle St. Töniser Vereine Jahr für
Jahr unterstützte. Beim 60jährigen Bestehen des Allgemeinen
Schützenvereins war Josef Rixen im Jahre 1962 der
Schützenkönig.
1984 schloss die Brauerei Rixen endgültig ihre Tore und 6
Jahre danach erfolgte der Abriß der Firmengebäude.
wo?
|
Überbauter Eingang
von der Antoniusstraße aus zum früheren Brauhof der Brauerei
Rixen, heute "Alter Brauhof" |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von Hedwig
Lange, der Tochter des Rixen-Brauerei-Gesellschafters Robert Rixen |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 136, Rolf Schumacher |
Am 7. September 1980, zum Auftakt der
600-Jahr-Feierlichkeiten von St.Tönis, wurde die ehemalige Breite
Straße in Anwesenheit vieler Gäste aus der
französischen Partnerstadt in RUE DE SÉES umbenannt. Die
Freundschaft zwischen den beiden Städten war am Pfingstwochenende
1979 in St.Tönis offiziell besiegelt worden. Im September gleichen
Jahres wurde dieser Akt in Sees wiederholt. Zu diesem Anlass benannten
unsere französichen Freunde eine Straße ihrer Stadt AVENUE
DE TÖNISVORST.
wo?
|
Verbindung zwischen
Bahnstraße und Schulstraße |
| Str.Gem.: |
Straßengemeinschaft
Rue de
Sees / Friedensstraße - gegründet 1980
|
wann?
|
1980
- vorher Breite Straße
|
| Länge: |
394 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 98, Walter Schöler / Nr. 100, Otto Merkelbach / Nr. 101, Hans
Hochbruck
|

Die Gasse führt vom Ortsmittelpunkt zum Schulhof der
Katholischen Grundschule.
Als "Katholische Knaben-Volksschule" wurde sie 1903 eingeweiht
und ihrer Bestimmung übergeben.
wo?
|
Durchgang von der
Hochstraße zum Alten Graben |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von der
Rektorin der Kath. Grundschule St. Tönis, Frau Gisela Höhn |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 136, Rolf Schumacher |

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ergab sich der verständliche
Wunsch, einen Teil der
Hülser Straße in
Schulstraße umzubenennen.
Schließlich war 1903 der prächtige Neubau der Kath.
Knabenvolksschule (heute Kath. Grundschule) eingeweiht worden.
Dort wo heute ein Kreisverkehr die Fahrzeuge in vier Richtungen leitet,
war bis zum Beginn der 1980er Jahre neben dem Schulgebäude
(gegenüber der Einmündung der Hülser Straße) noch
eine geschlossene Häuserfront. Hier wurde eine Durchfahrt zur
Ringstraße geöffnet, über die der Verkehr -
einschließlich Linienbusse - von der zur Fußgängerzone
umgewidmeten Hochstraße parallel abgeleitet werden musste.
wo?
|
Führt als
Verlängerung der Niedertorstraße ab der Kreuzung
Hoch-/Gelderner Straße zum Nordring in Höhe
Ludwig-Jahn-Straße
|
wann?
|
nach
dem Schulneubau 1902/03; Unterbrechung von 1937 bis 1945 "Schlageter
Straße"
|
| Länge: |
492 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 40, Josef Ramisch / Nr. 144 und 145 (Ansichtssache) Werner Lessenich
|

Im Rahmen der Ortskernsanierung entstand hier ein öffentlich
zugänglicher Platz. Mit Springbrunnen, Kinderspielplatz und
Bänken ausgestattet lädt er in unmittelbarer Nähe der
geschäftigen Hochstraße zum Verweilen ein.
Die Vergabe des Namens war naheliegend, weil der Durchgang von der
Hochstraße früher einmal die Toreinfahrt von einem der
beiden sogenannten "Seulenhäuser" war. Erinnert wird in diesem
Fall gleich an zwei prominente Persönlichkeiten, die beide das Amt
des Bürgermeisters von St.Tönis bekleideten: Gerhard Seulen
(1823-1864 - zeitweise gleichzeitig auch BM von Vorst) und Jacob Seulen
(1864-1901).
1994 fand der Grabstein von Jakob Seulen als Gedenkstein einen neuen
Platz auf dem Seulenhof. Der
Heimatbund stiftete dazu eine Bronzetafel, die in Kurzform über
das Leben der beiden ehemaligen St.Töniser Bürgermeister
Auskunft gibt. - Weiteres siehe auch unter "Seulen-Poort"
wo?
|
zwischen
Hochstraße und Antoniusstraße; erreichbar
durch Seulen-Poort und Maximinen-Gasse
|
wann?
|
1977
|
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 23, Ludwig Doetsch / Nr. 92, Walter Schöler / Nr. 132, Rolf
Schumacher
|
Zwei Personen der Familie Seulen leiteten über Jahrzehnte die
Geschicke
der Bürger von St. Tönis.
Gerhard Seulen wurde 1796
geboren und stand als Bürgermeister von 1823 bis 1864 an der
Spitze der Gemeinden Vorst und St. Tönis. In Vorst gibt es zur
Erinnerung an das Wirken und Schaffen heute eine Seulenstraße und
in St. Tönis wurde der Seulenhof nach dieser Familie benannt.
Ein Rückblick auf die Laufbahn ergibt ein Bild tätigen Lebens
in den verschiedenen Wirkungskreisen, wie sie eben das kommunale Leben
in einer Gemeinde mit sich bringt. 1815 machte Gerhard Seulen als
Freiwilliger und Landwehroffizier den Feldzug in Frankreich mit. Nach
seiner Ernennung zum Bürgermeister war er gleichzeitig
Kreisdeputierter des Kreises Kempen, Abgeordneter des
Rheinischen Provinzialtages und ab 1847 Abgeordneter des Allgemeinen
Landtages in Berlin. Das Bürgermeisteramt war der "Lieblingsacker
seines Wirkens". Seine umsichtige und unermüdliche
Tätigkeit für das allgemeine Wohl der ihm anvertrauten
Gemeinden sowie jedes Einzelnen, war sein oberstes Gebot.
Bürgermeister Gerhard Seulen starb nach einem schmerzhaften
Leiden am 30. Dezember 1865, nachdem sein Sohn Jacob bereits die
Amtsgeschäfte am 9. November 1864 übernommen hatte.
Jacob Seulen war am 23. Oktober 1828 in Vorst geboren. Er
verwaltete mit großer Umsicht die Bürgermeisterei
St.Tönis bis zu seinem Tode am 26. Januar 1901. Um die Mitte
seiner Amtsperiode in den 80er Jahren, waren die wirtschaftlichen
Verhältnisse in St. Tönis alles andere als rosig. Ein
großer Teil der Bevölkerung lebte damals in St.
Tönis von der Seidenweberei. Etwa 650 Handwebstühle waren
außer Betrieb. Der ohnehin geringe Lohn fiel aus, und daher war
die Not groß. Da übernahm der Bürgermeister Jacob
Seulen den Vorsitz einer Unterstützungkommission, die an die
notleidenden Familien außer Geld auch
Unterstützungswertkarten für Lebensmittel verteilte.
Sein gerades Wesen, seine große Hilfsbereitschaft und seine
Leutseligkeit gegen hoch und niedrig, halfen über alle
Schwierigkeiten hinweg und machten den damaligen
Bürgermeister zu einer beliebten und respektvollen
Persönlichkeit seiner Gemeinde. In Anerkennung seiner
Verdienste wurde er Ritter des königlichen Kronenordens.
wo?
|
Tordurchgang von der
Hochstraße zum Seulenhof |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von Hans
Lücker, Familienmitglied der Seulennachfahren |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 136, Rolf Schumacher |

Otto Merkelbach schrieb im Heimatbrief 114 zum 85. Geburtstag über
Theo Mülders:
Der stets
heimatverbundene "Dures"
wurde kurz nach der Jahrhundertwende
am 9. Juli 1900 als Sohn einer Handwerkerfamilie
geboren. Nach dem Besuch der
Volksschule seines Heimatortes St.Tönis und der
Kaufmannsschule in Krefeld trat er 1915 als Lehrling bei der Stadtverwaltung in
Krefeld ein. 50 Jahre stand er in Diensten der Stadt Krefeld,
davon die letzten 27 Jahre als Kassen-Oberinspekor und
Geschäftsführer der "Krefelder Familienhilfe". Sein
größtes Verdienst auf dem sozialen Sektor war 1955 die
Errichtung des Alten-Erholungsheimes "Haus am Berg".
Theo Mülders war stets von einem
unbändigen Schaffensdrang
besessen. Als mundartlicher Schriftsteller fanden die von ihm
herausgegebenen Bücher "Feuerwerk", "Kachele on Klenker", "Dä
on die on noch en paar" sowie seine Langspielplatte in Mundart (
"Dä
Rentner",
ein Stück daraus, ist von unserer Homepage zu hören)
, überall im Rheinland
hervorragende Resonanzen. Anerkannt wurde seine ehrenamtliche
Freizeitarbeit durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am
Bande, dem Rheinlandtaler und durch die Verleihung der
Ehrenbürgerrechte der Stadt Tönisvorst am 10. September 1980.
Die Biographie von Theo Mülders
können wir nur in Stichworten
festhalten: Mitglied im Heimatbund St. Tönis seit dem
Gründungsjahr 1952 (Ehrenmitglied und Ehrenringträger). Mit
Mundart befaßt er sich seit 1923 auch im "Kreis 23" in Krefeld.
Achtzehn Jahre war er Wochenplauderer in Mundart bei einer
Tageszeitung unter dem Thema "Op et Invalidebänkske". Rund 1000
Vortragsabende hat Mülders von 1923 bis 1975 am Niederrhein
gehalten. Bekannt ist seine christliche und ethische Einstellung.
In allen "St. Töniser Heimatbriefen" ist der humorvolle
Heimatschriftsteller mit Mundartbeiträgen aus seiner Feder
vertreten.
Soweit Otto Merkelbach über den liebevoll auch "Goethe vom
Niederrhein" genannten Mundartpoeten.
Am 27.
März 1995 starb Theo Mülders in seinem geliebten Heimatort
St.Tönis.
wo?
|
von der Willicher
Straße U-förmig abgehend und wieder einmündend
|
wann?
|
1997
auf Vorschlag des Heimatbundes
|
| Länge: |
1.232 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 101: Hans Hochbruck, Nr. 114: Otto Merkelbach, Nr. 136: Rolf
Schumacher / Rheinische Post vom
6.12.1996
|

Eine noch recht junge Straße ist die Ausfallstraße nach
Anrath. Erst im Adressbuch von 1900 taucht sie - unter dem Namen
"Anratherweg" - zum ersten Mal auf. Zwei Jahre zuvor, im Adressbuch von
1898, gibt es weder eine Straße diesen oder ähnlichen
Namens,
noch findet man dort die Namen der Bewohner von 1900. Ab 1910 wird sie
(in der damals üblichen Zusammenschreibung in einem Wort)
"Anratherstraße" genannt und ab 1970 musste sie bei der Schaffung
der Großgemeinde Tönisvorst wegen der Namensgleichheit einer
Straße in Vorst in "Viersener Straße umbenannt werden.
wo?
|
ab der Kreuzung Vorster
Straße / Kaiserstraße in Verlängerung der
Niedertorstraße ortsauswärts in Richtung Anrath
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
"Viersener-/Corneliusstraße", gegründet 1950 als
"Str.Gem. Anrather-/Corneliusstraße" |
wann?
|
ab
1970 Viersener Straße; davor erste Erwähnung im
Adressbuch von 1900 als Anratherweg, später Anrather Straße
|
| Länge: |
4.564 m *1 |
Quellen:
|
Adressbücher
1898 und 1900
|
Einst eine typische Ausfallstraße wie die nach Anrath, Hüls,
Kempen, Krefeld oder Willich, ist die Vorster Straße 1970 quasi
eine innerörtliche Straße geworden.
Schließlich verbindet sie ja die damals zusammengelegten
Ortsteile St.Tönis und Vorst innerhalb von Tönisvorst. In
Vorst trifft sie dann auch auf die St.Töniser
Straße - die allerdings bis zur oben genannten Neugliederung
"Krefelder Straße" hieß ...
wo?
|
von der Kreuzung
Niedertorstraße / Viersener Straße ortsauswärts in
Richtung Vorst |
wann?
|
nicht
bekannt. Schon in den ältesten uns vorliegenden Adressbüchern
gibt es die Vorster Straße
|
| Länge: |
1.872 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 156, Ansichtssache, Werner Lessenich
|


Vermutlich war Kaiser Wilhelm II. der Namensgeber des vorher wohl
namenlosen Platzes. 1902 und vier Jahre später noch einmal hatte
Seine Majestät die Nachbarstadt Krefeld besucht und der
Überschwang der Freude mag auch bis zu uns gedrungen sein. 1910
taucht der Name jedenfalls erstmalig im St. Töniser Adressbuch
auf. Natürlich gab es die Straße bzw. den Platz schon
vorher. Schließlich entstand schon 1874 hier die Oel- und
Mehldampfmühle von Heinrich Mertens. Auf einem alten Briefkopf der
Firma steht interessanterweise als Adresse
"St.Tönis - Station der Crefelder
Eisenbahn".
Womit wir bei einem wichtigen Aspekt angekommen sind: Der Wilhelmplatz
als Verkehrsknotenpunkt von St.Tönis. Ab 1870 war St.Tönis an
das Schienennetz der Crefelder Eisenbahngesellschaft angeschlossen und
der "Schluff" hielt am neuen Bahnhofsgebäude zwischen
Wilhelmplatz/Mühlenstraße und Benrader Straße. Auch
ein Güterbahnhof befand sich parallel zum
Wilhelmplatz/Bahnstraße. Ab 1957 wurde die Endhaltestelle der
Straßenbahn (Linie 1 nach Krefeld) zum Wilhelmplatz verlegt
und auch die Omnibusse der Krefelder Verkehrsbetriebe machen seitdem
hier
Station.
Der Schluff fährt heute nur noch zu nostalgischen
Vergnügungsfahrten. Straßenbahnen und Omnibusse halten nach
wie vor den Anschluss an die Nachbarorte.
Die Mertensmühle hat
einen Großbrand im Jahre 1957 nicht überlebt. Seit 1962
steht an ihrer Stelle ein vier- bzw. siebengeschossiges Hochhaus.
1989 schließlich wurde der Platz nach einer größeren
Umgestaltung feierlich den Bürgern und dem öffentlichen
Nahverkehr übergeben.
wo?
|
Zwischen
Bahnstraße und Mühlenstraße; außerdem Zufahrt
von der Rue de Sees und Abfahrt über die Kurze Straße
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
"Drei Mühlen", gegründet 1932
|
wann?
|
genaues
Datum unbekannt; erste uns zur Zeit bekannte Erwähnung im
Adressbuch von 1910;
Unterbrechung von 1939-1945 "Hermann-Göring-Platz"
|
| Länge: |
254 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 75, Martin Reuters / Nr.
122 / Adressbuch
von 1910
|

Es lässt sich nicht genau ermitteln, wann die parallel vor dem
Krankenhaus verlaufende Straße den Namen Wilhelmstraße
erhielt und welchem "Wilhelm" sie gewidmet war. Sicher ist aber, dass
sie bereits im Adressbuch von 1898 genannt wird. Von der
Wilhelmstraße aus gab es einen Zugang zur sog. "Keuerei", einem
Wohnviertel, das nicht unbedingt im besten Ruf stand. Ein Spottvers aus
dem 19. Jahrhundert lautete vielsagend:
"Hei, hei, hei! Op de Keuerei. Wo die
Wanzen exerzieren und die Flöhe kommandieren. Hei, hei, hei! Op
die Keuerei".
1971 wurde die Wilhelmstraße in
Kolpingstraße
umgetauft.
wo?
|
heutige
Kolpingstraße
|
wann?
|
von
???? bis
1971
|
Quellen:
|
Heimatbrief Nr. 5/6, Albert
Merkelbach / Adressbuch 1898
|

Am Anfang der Hochstraße befand sich zu Zeiten der
Ortsbefestigung (1607-1781) das Obertor. Wer den Ort durch dieses Tor
verließ, machte sich wahrscheinlich auf den Weg nach Krefeld oder
eben nach Willich. Diese Straße benutzte auch der reitende
Postbote und später die Postkutsche auf dem Weg von Kleve
über Kempen nach Neuß und weiter nach Köln. Es ist kein
Zufall, dass die Verlängerung der Willicher Straße heute
"Nüss Drenk" - "Neusser Tränke" heißt. Näheres
siehe dort.
wo?
|
Fortsetzung der
Hochstraße ab Einmündung Krefelder Straße in Richtung
Willich
|
Str.Gem.:
|
Straßengemeinschaft
Willicher Straße, ggr. 1926
|
wann?
|
genaues
Datum unbekannt; erste Erwähnung im
Adressbuch von 1898 als Willicherweg, ab 1900 Willicher Straße
|
| Länge: |
1.120 m *1 |
Quellen:
|
Heimatbrief Nr. 129, Adam
Zboralski / Adressbücher 1898 und 1900
|

In der St. Töniser Ortschronik erinnern wir uns der Familie
Wirichs, nach der zwei Straßenschilder benannt wurden.
Einzelheiten siehe unter "
Wirichs-Poort"
wo?
|
Gasse zwischen
Ringstraße/Alter Graben und Rathausplatz/Hochstraße |
wann?
|
1996
im Rahmen einer Aktion des St.Töniser Heimatbundes zur Benennung
namenloser Straßen, Gassen und Tore
Straßenschild gespendet von Paul Wirichs und seinen
Söhnen |
Quellen:
|
Heimatbrief
Nr. 136, Rolf Schumacher |
