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Heimat im Porzellanladen |
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![]() Letzte Schritte auf dem Weg zum Heimatmuseum |
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Erste Schritte zu einem Heimatmuseum für St.Tönis
Heinrich. J. Thelen
im Heimatbrief Nr. 151 Im Rahmen der ordentlichen
Mitgliederversammlung am 16. Januar 2004 konnte der Vorsitzende
allen
anwesenden Mitgliedern und Gästen von einem Vorhaben berichten,
von dem viele
Mitglieder schon lange geträumt hatten und das schon häufig
Gegenstand von
Diskussionen im Vorstand gewesen ist: Ein Haus für ein später
einzurichtendes
Heimatmuseum zu erwerben. Da die finanzielle Situation des Landes und der Kommunen sich in den letzten Jahren immer mehr verschlechtert hatte, war an ein Überlassen eines solchen Objektes durch die Stadt nicht mehr zu denken. Also hielten die Mitglieder des Vorstandes Augen und Ohren offen, um bei eventuell angebotenen Objekten zu prüfen, ob denn dieses Angebot passend und vor allem machbar sein könnte. Die hervorragende Kassenlage unserer Gemeinschaft versetzte den Vorstand in die Lage, nunmehr nicht mehr nur zu träumen, sondern ernsthaft zu überlegen, ob ein solcher Schritt, der für den Heimatbund in seiner bisherigen Geschichte einmalig wäre, verantwortet und durchgeführt werden könnte. .Nun begann für den Vorstand eine Zeit mit vielen Aktivitäten: Besichtigung des Hauses, Gesprächstermin mit den jetzigen Eigentümern, dem Ehepaar Runge, Prüfung der finanziellen Situation, Vorgespräche mit einem Notar, um die rechtliche Sicherheit zu gewährleisten, Gespräche mit Fachleuten, was alles zu bedenken sei vor einem so wichtigen Schritt, Auflistung der jährlichen Folgekosten wie Steuern und Versicherung usw. Erst als man sich im Vorstand einigermaßen sicher war, dass man es verantworten könnte, trug man das Vorhaben in der Mitgliederversammlung vor, um auch dort die Meinung der Mitglieder zu erfahren. Als dann diese Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit dem Vorstand zustimmte und den Rücken stärkte, vereinbarte man mit den Eigentümern vor dem Notar ein Kaufangebot, nachdem man in mehreren Sitzungen unter der Leitung von Günter Wolfs einen fairen Preis ausgehandelt hatte, damit nicht noch ein anderer Interessent im letzten Augenblick alles vereiteln würde. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung (siehe Bild unten) stimmte dann eine große Zahl versammelter Mitglieder in der Aula der Hauptschule Kirchenfeld einstimmig dem Vorhaben zu, zu einem Preis von 140.000 Euro den Kaufvertrag zu unterschreiben, und in einer zweiten Abstimmung zeigte sich die Versammlung einverstanden, dass im Bedarfsfall der Vorstand legitimiert sei, eine eventuelle Restsumme von vielleicht 40.000 Euro zu finanzieren. ![]() Etwa 90.000 Euro stehen der Gemeinschaft zur Verfügung, einige Sponsoren wie die Sparkasse Krefeld, die Volksbank Krefeld und die Stadtwerke Tönisvorst (inzwischen auch Städtereinigung Gehrke, Tönisvorst) hatten ihre Unterstützung schon grundsätzlich zugesagt und waren mit bei dieser Versammlung anwesend, und außerdem erhofften sich alle Mitglieder mit dem Vorstand aus der Tatsache, dass die endgültige Übernahme des Hauses mit allen Verpflichtungen erst im Januar 2006 erfolgen würde, noch eine Reihe von weiteren Spendern und Unterstützungen, so dass im günstigsten Fall nur noch wenig oder vielleicht sogar nichts mehr finanziert werden müsste. Auch die von den engagierten Mitgliedern gestellten Fragen zur Bausubstanz, zu Folgekosten, zu Sicherheits- und Rechtsfragen konnten zur Zufriedenheit aller beantwortet werden, da sich der Vorstand im Vorfeld dieser Versammlung zu den meisten Fragen selbst mit Fachleuten beraten hatte. Ratschläge von Mitgliedern, die in den letzten Jahren entweder privat oder mit anderen Vereinen und Gemeinschaften in ähnlichen Situationen gestanden hatten, wurden notiert und für die kommenden Uberlegungen und Planungen zu den bereits vorhandenen Dokumenten hinzugefügt. So war am Ende der Mitgliederversammlung eine begeisterte Zustimmung zu dem geplanten Projekt zu verspüren und ich bin sicher, dass der Vorstand auf die weitere Unterstützung der Mitglieder sowohl in ideeller als auch finanzieller Hinsicht bauen kann. Die zu diesem Thema eingegangenen Zuschriften unserer Mitglieder aus aller Welt unterstützen diese euphorische und zuversichtliche Meinung: Alle freuen sich auf dieses „Museum“ und sind voll gespannter Erwartung auf .den Beginn des Jahres 2006. Bis zu diesem Zeitpunkt Anfang Januar 2006 bleibt das Haus im Besitz der Familie Runge, und Herr Jacobs führt seinen im Ort bekannten Porzellan-Laden bis dahin weiter wie bisher. So sind erste Schritte zur Verwirklichung eines Traumes für die Mitglieder des Heimatbundes erfolgreich getan worden in dem Bewusstsein, hier etwas für die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils St.Tönis nach 2006 zu schaffen, was allen Besuchern der geplanten Ausstellungen, über die im Einzelnen man sich später erst Gedanken machen wird, Freude bereiten soll und Dinge und Ereignisse aus der Geschichte des Ortes, von Gebäuden und Personen, von geschichtlichen Epochen usw., in Erinnerung rufen soll. Doch bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, und wie schon angemerkt, brauchen wir noch einige Unterstützungen, um das Angefangene zu vollenden und später Vitrinen und Auslagen zur Verfügung zu haben, in denen Dokumente und Objekte ausgestellt werden können. Am Ende der Versammlung am 26. Februar 2004 haben etliche anwesende Mitglieder spontan ihrer Begeisterung über den Gedanken und den Verlauf der Sitzung Ausdruck verliehen, indem sie sich in eine Spenderliste eingetragen haben. So kamen an diesem Abend unmittelbar nach der Zustimmung der Mitglieder zu diesem Vorhaben bereits 1000 EURO zusammen. Für alle, die zu der außerordentlichen Mitgliederversammlung nicht kommen konnten, hier einige Informationen zum geplanten Objekt: Das „Haus Dahmen“ ist ein Fachwerkhaus mit einer im klassischen Stil verputzten Front. Es ist bekannt als traditionelles Geschäftshaus „Porzellan Dahmen“ mit den damaligen Eigentümern Nelly und Jakob Dahmen. Im Obergeschoss ist auch für die nächsten Jahre noch eine Wohnung vermietet, dazu gehören auch einige kleinere Räume im Dachgeschoss. Das gesamte Innere des Hauses ist 1999 renoviert worden, von den meisten Fußböden bis zur Heizungsanlage. Fachleute haben mit uns die Räume besichtigt und uns versichert, dass bei der Übernahme Januar 2006 voraussichtlich keine größeren Maßnahmen in Sachen Bausubstanz notwendig werden. So bleibt uns eine Zeit von nunmehr noch etwa 20 Monaten, um möglichst viele Helfer zu finden, die uns dabei unterstützen, die Finanzierung einer Restsumme von etwa 40.000 EURO zu bewältigen. Der Vorstand hat in seiner Maisitzung beschlossen, bei den zukünftigen Stadtfesten und anderen Gelegenheiten auf der Marktstraße in der Nähe der Heimatbundstube jeweils präsent zu sein, um die Mitglieder des Heimatbundes, alle Bürgerinnen und Bürger von St.Tönis und Interessenten über den neuesten Stand der Entwicklungen zu informieren und für weitere Unterstützung zu werben. Wenn auch Sie helfen wollen, liebe Leserinnen und Leser, dass dieses Vorhaben zur Freude aller verwirklicht werden kann, schreiben Sie uns, rufen oder sprechen Sie uns an! Letzte Schritte auf dem Weg zum Heimatmuseum
Heinrich. J. Thelen im Heimatbrief Nr. 154
Wie schnell doch die Zeit vergeht! Mir ist es so, als hätten die Überlegungen, Versammlungen, Diskussionen, Prüfungen und das gegenseitige Mut-machen und Überzeugen, um das Projekt „Heimatmuseum“ überhaupt zu wagen, gerade erst vor Wochen stattgefunden. Statt dessen ist die Zeit, die damals vor uns lag und uns anfangen ließ, „weil wir ja mehr als ein ganzes Jahr Zeit hatten zur Vorbereitung“, nunmehr fast vorbei. Vieles konnten wir in die Wege leiten und schaffen: Gespräche mit den Hauseigentümern, mit Politik und Verwaltung, Verhandlungen und Verträge beim Notar, Prüfungen, wie das Ganze denn finanziert werden sollte, Diskussion und Abstimmung mit der Mitgliederversammlung, Beratungen mit möglichen Sponsoren, Vorstellen der Pläne in der Öffentlichkeit, Spendenaufrufe usw. ... |